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KGV „Hoffnung –West 1926“ e.V.
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letzte Aktualisierung 12.06.18

Freie Gärten



Historie

Chronik unseres Gartenvereins

 „ Hoffnung –West 1926" e.V.

Es war im Frühjahr 1926, als der Kleingartenverein Hoffnung-West in der Gaststätte „Zur Hoffnung“, Merseburger Ecke Uhlandstraße, gegründet wurde.
Die Flurstücke 663 und 664 der Gemarkung Lindenau wurden von der Stadt Leipzig gepachtet.

Auf einer Fläche von 37.000 m² wurden erste Wege angelegt und die einzelnen Parzellen abgesteckt. So wurden insgesamt 135 Gärten an­gelegt.
 
Unter der rührigen Leitung des 1. Vorsitzenden, Herrn Arthur Roß­berg, wurde sofort mit dem Bau der Wasserleitung und des Außen­zaunes begonnen. Im Frühjahr 1927 wurde der Hauptweg fertig ge­stellt. Bei diesen Arbeiten packten alle Gartenfreunde, ohne Ansehen der Person, tatkräftig mit zu.

Ebenfalls schon im Jahr 1927 wurde mit dem
Bau des Vereinshauses begonnen, zuerst wurde das Kellergeschoß errichtet. Darin konnte die jetzt leider nicht www.hoffnungwest.de/Fotoalbum.htmmehr nutzbare Doppelkegelbahn und ein Ver­sammlungsraum eingeweiht werden. Arbeiten, die fast alle in Eigen­leistung erbracht wurden.
 
Aber ohne Geld ging auch damals nichts. Es wurde ein Darlehen von 15.000 Mark aufgenommen und sollte mit 8 % jährlicher Verzinsung innerhalb der nächsten 5 Jahre zurück gezahlt werden. Dazu ver­pflichtete sich jeder Gartenbesitzer, monatlich 3,- Mark extra zu zahlen.

Nun ging es Schlag auf Schlag weiter. Der vordere Teil unseres Ver­einshauses konnte im Frühjahr 1930 eingeweiht werden und wei­ter wurde gebaut, der große Saal wurde angebaut und die Heizung in­stalliert, so daß im Jahr 1934 unser Vereinshaus, so wie es heute noch steht, eingeweiht werden konnte.

Aber nicht nur am Vereinshaus wurde gebaut, auch die meisten Gar­tenlauben entstanden in diesen Jahren. Viele provisorisch aus Mar­garine- und Eierkisten, doch der Stolz eines jeden Kleingärtners.
 



Mit dem Ausbau unseres Vereinshauses wuchs auch das Vereinsle­ben. Ein Mundharmonika- sowie ein Handharmonikaorchester, sowie ein Männer- und Frauenchor unter der Leitung von Herrn Willy Borgelt wurden gegründet und erfreuten mit ihren Darbietungen jung und alt.

    


In dieser Zeit schloß sich auch die bereits 1921 durch Herrn Emil Thierbach gegründete Anlage B dem Gartenverein „Hoffnung-West“ an, wenn auch noch getrennte Kassen und Abrechnungen geführt wurden.

Durch die Begradigung der Merseburger-Straße und deren Brü­ckenbau gingen uns über 4.000 m² Gartenland verloren.

Mit dem Kriegsausbruch im September 1939 erlosch des Vereinsle­ben. In der B-Anlage wurden Maulbeerbüsche gepflanzt und eine Seidenraupenzucht angelegt. Rohseide, die für die Kriegswirtschaft, insbesondere für Fallschirme, benötigt wurde. Diese Seidenraupen­zucht wurde noch bis 1947 durch Herrn Kuppe und dessen Tochter weiter geführt.

Gegen den Protest des damaligen Vereinsführers, Herrn Kurt Kalt­ofen, wurde unser Vereinshaus 1942 von der Wehrmacht beschlag­nahmt und als Lazarett dem Diakonissenhaus bis 1944 unterstellt.

Mit der Freistellung durch die Wehrmacht bekamen wir das Ver­einshaus aber nicht zurück, sondern der Rüstungsbetrieb Erla be­schlagnahmte es wieder und nutzte es als Unterkunft für Fremdar­beiter. Erst im Jahr 1945 konnte es wieder durch den Gartenverein genutzt werden.

Nach Kriegsende wurde jeder Meter Boden intensiv genutzt, um die schmale Lebensmittelzuteilung zu verbessern. Leider gab es auch damals Elemente, die nur ernten wollten, so daß jede Nacht gewacht werden mußte.

Im März 1947 wurde der Genossenschaftsgedanke im Gartenverein erhoben, das heißt, jedes Mitglied sollte durch den Erwerb von An­teilscheinen Grundbesitz erwerben.

1953 erfolgte die Übernahme unseres Gartenvereins in den neu ge­gründeten „Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“ des Landes Sachsen. Der Anteil am Grundbesitz erlosch und die An­teilscheine wurden in den 60er Jahren zurückgezahlt.

Im Jahre 1969 wurden die beiden Anlagen A und B durch den dama­ligen Spartenleiter Kurt Lichy offiziell miteinander verbunden und von 1 bis 196 durchnummeriert, so daß es nur noch einen Verein „Hoffnung-West“gab.

Nun begann aber langsam der Zahn der Zeit an unserer Anlage zu nagen.

Im Jahr 1980 mußte die Hauptwasserleitung erneuert werden. So wurde der Hauptweg bis zum Vereinshaus aufgeschachtet und die gesamte Wasserleitung erneuert. Die wackligen Wände der Terrasse unseres Vereinshauses mußten erneuert werden, ebenso die Haupt­wasserleitung in der ehemaligen Anlage B.

1987 wurde ein Projekt für die Elektrifizierung der gesamten Anlage gestellt. Bis zum damaligen Zeitpunkt hatten etwa 50 % der Gärten einen Elektroanschluß über Freileitungen, die sehr störanfällig wa­ren.

1988 begannen die Ausschachtungsarbeiten für die Erdkabel und je­des Mitglied mußte 20 Pflichtstunden leisten. 1989 wurden die Arbei­ten abgeschlossen und jedes Vereinsmitglied, das einen Elektroan­schluß wollte, wurde angeschlossen. Der Anteil an der Lichtgemein­schaft beträgt pro Garten 300,- Mark.

Dann kam das Jahr 1990 und aus zwei deutschen Staaten wurde wieder ein Deutschland und wieder mußten wir alles anders machen.

So wurden wir wieder ein eingetragener Verein, eine neue Satzung wurde erarbeitet und die steuerliche Gemeinnützigkeit beantragt. Eine nicht immer leichte Arbeit, die unter der Leitung des damaligen 1. Vorsitzenden Henry Seiferth und seiner Mitarbeiter zur Zufrie­denheit aller geschafft wurde.

Doch die Arbeit nahm kein Ende. Bei einer Hygienekontrolle mußten wir einen Fettabscheider für unsere Gaststätte bauen lassen. Kosten­punkt über 9.000,- DM, ein Hammer für unsere schmale Kasse.

Der marode Außenzaun mußte erneuert werden. Stück für Stück wird jedes Jahr weiter gebaut. Die Hauptwasserleitung wird weiter erneuert. Arbeit ohne Ende.


 
Diese Chronik wurde von unserem ehemaligen  1. Vorsitzenden, Gartenfreund Günter Joel ausgearbeitet, als Quelle standen ihm zur Verfügung:
 
- Unterlagen aus dem Archiv unseres Gartenvereins.

 

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